Der Tag, an dem mir beim Marathon die Energie ausging
+450 % Steigerung der Wochenkilometer von der Erholungswoche direkt nach dem Marathon (9,6 km) bis zur Spitzenwoche sechs Wochen später (52,7 km, inkl. 25-km-Longrun mit 591 Höhenmetern).
Am 26. April 2026 bin ich beim Düsseldorf Marathon in die berüchtigte „Wand“ gelaufen. Zielzeit: 3:36 Stunden – spürbar langsamer, als mein Training davor versprochen hatte.
Nach einem Modell von Rapoport (2010) erlebt mehr als jeder zweite Marathonläufer eine relevante Erschöpfung der Kohlenhydratspeicher. Sind die Glykogenspeicher geleert, kann das Tempo um bis zu 30 % einbrechen, weil der Körper auf den langsameren Fettstoffwechsel umschalten muss.
Ein Infekt in den zwei Wochen vor dem Rennen hat den Effekt vermutlich verschärft. Was ich daraus gemacht habe: eine bewusste Erholungswoche (9,6 km), danach kontinuierlicher Aufbau bis 52,7 km, aktuell rund 47 km pro Woche.
Quellen
- Rapoport, B.I. (2010). Metabolic Factors Limiting Performance in Marathon Runners. PLoS Computational Biology, 6(10), e1000960.
- Hulston, C.J. et al. (2010). Training with Low Muscle Glycogen Enhances Fat Metabolism. Medicine & Science in Sports & Exercise.
- Eigene Trainingsdaten via Strava, Stand 12.07.2026.